Anstehende Geburtstage

23.10.
Matthias Schettler [35 Jahre]
23.10.
Jens Pirskowitz [53 Jahre]
25.10.
Manfred Kirst [65 Jahre]
27.10.
Günther Dehler [71 Jahre]

Chronik

Die Anfänge

Bis in das Jahr 1964 spielten Mühlberger Fussballer hauptsächlich aktiv in Wechmar und Wandersleben.Doch der Drang sportbegeisterter, junger Menschen inihrem Heimatort Fussball zu spielen, wurde in diesem Jahr so stark, dass nach mehreren Beratungen in der bestehenden Betriebssportgemeinschaft beschlossen wurde, die Abteilung Fussball zu Gründen. Unter dem Namen BSG "Traktor" Mühlberg begann man fortan ab Herbst 1964 an den Punktspielbetrieb teilzunehmen! Den Vorsitz hatte damals Hermann Nieke. Sein Stellvertreter war Horst Schüller. Heinz Schuster bekahm das Amt des Abteilungsleiters und Trainers. Ein Mühlberger Fussballverein war geboren. Das allererste Punktspiel der BSG "Traktor" Mühlberg fand jedoch in Wechmar statt. Damaliger Gegner war die Mannschaft von Traktor Pfullendorf. Das Spiel wurde mit 4:3 gewonnen und der allererste Torschütze war Bernd Möller.  Die Spieler der Mannschaft waren: Roland Rückbeil, Helmut Kluge, Werner Lück, Roland Schüller, Klaus Aschenbach, Bernd Leffler, Arnd Frank, Ernst Kühn, Hans Dieter Knöll, Karl Pachtner, Jürgen Seifarth, Bernd Möller, Reimund Kronfeld und Manfred Schönwald.
       
Nun musste auch in Mühlberg ein geeigneter Fussballplatz her. Doch es war nicht so einfach, einen Standort zu finden, schließlich wollte keiner ein Stück Land zu nah am Dorf abgeben!Letztendlich kam bei einer Mitgliederversammlung der Gedanke auf, eine Eingabe an den Staatsratsvorsitzenden zu machen. Ernst Kühn brachte die richtigen Worte zu Papier und am 18.September 1964 kam die untersttzende Rückantwort der Kanzlei des Staatsrates. Diese bewirkte, mit Hilfe von Horst Armstroff und Oskar Nußbicker, dass der heutige Standort gefunden, erschlossen und eingemessen wurde.Die Höhenunterschiede waren jedoch mit bloßem Auge zu erkennen.  

Der Sportplatzbau
Schon damals waren Beziehungen und Kontakte sehr wichtig. Der damalige Bürgermeister Ludwig Döbbelin und der LPG Vorsitzende Oskar Nußbicker nahmen zur Russischen Kommandantur in Ohrdruf Kontakt auf und es kam zu einem ersten Vermittlungsgespräch. Nach einem zweiten Gespräch mit einem General, wurde uns schließlich eine Planierraupe kostenlos zur Verfügung gestellt. Baubeginn war der 08.Oktober 1965. Acht Tage wurde unter mithilfe russischer Soldaten das Erdreich planiert. Die Restarbeiten wurden dann von den Sportlern erledigt. Das erste Gras säte man im Frühjahr 1966 womit der Grundstein für die Spielfläche erbracht war. Am 31. Juli 1966 wurde unser Sportplatz feierlich eingeweiht. Den Ehrenanstoß vollzog Bürgermeister Ludwig Döbbelin.      

Im Laufe der Nutzung zeigte sich das nächste Hinderniss: alle Mannschaften, auch die Gegner, mussten sich im damaligen Vereinslokal im "Weißen Roß"ߓ am Marktplatz umziehen und den Weg zum Sportplatz am Rande des Dorfes zu Fuss nehmen. Also mussten jetzt noch die fehlenden Umkleidekabinen sowie Sanitäranlagen her. Im Herbst 1966 wurde mit dem Bau begonnen. An dieser neuen Aufgabe beteiligten sich viele Sportler wie, Ehrhard Klapper, Reimund Kronfeld, Werner Lück, Dieter Knöll, Ernst Kühn, Günther Dehler, Klaus Aschenbach um nur einige zu nennen. Auch eine Brücke über den Burgbach sowie eine Barriere um das Spielfeld wurden im Jahr 1967 erbracht. Verantwortlich hierfür war vorrangig BSG Leiter Sportfreund Horst Schüller.

Der Verein wächst

Der Fussballverein hatte somit für die nächsten Jahre erst mal gute Voraussetzungen geschaffen. Dies spiegelte sich vor allem in der Gründung von Nachwuchsmannschaften wieder. Anfang der 70er Jahre wurden immer wieder mit den Kleinsten Mannschaften gegründet und diese teilweise allein und teilweise mit Spielgemeinschaften der Nachbargemeinden Wechmar und Wandersleben bis hin zum Männerbereich ausgebildet und herangeführt. Das die vorhandenen Umkleidekabinen für diesen Spielbetrieb nun zu wenig waren, ist allen schnell bewusst geworden. Also musste nun auch ein Sportlerheim her. Der Umbau hatte zur Folge, dass nun neben 2 Umkleidekabinen, je einen Waschraum, Schiriraum und WC, auch ein Vereinsraum für schöne gemeinsame Stunden vorhanden waren. Diese Maßnahme wurde 1989 vollendet. Auch daran haben wieder viele Sportfreunde mitgewirkt. Besonders hervorzuheben sind hier die Sportfreunde Georg Seifarth, Rüdiger Seifarth, Klaus-Dieter Mender, Maik Mender sowie unser damaliges Neu-Mitglied Matthias Daniel. 

Der Fussballverein wuchs weiter. Es kamen immer mehr Kinder und Jugendliche zu unserem Verein. Was zum einen an den geschaffenen Voraussetzungen, aber auch an der sehr erfolgreichen Nachwuchsarbeit lag. Dies spiegelte sich in einigen Pokalsiegen, Meisterschaften und Aufstiegen in den jeweiligen Altersklassen, überregional auf Bezirksebene wieder. So war es dann auch wieder nur eine Frage der Zeit, dass unsere Männermannschaften erfolgreicher wurden. Die 90er sollten schließlich die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte werden. Nach zwei Kreismeistertiteln gelang unter Coach Georg Seifarth der langersehnte Aufstieg in die Bezirksliga. Nachdem man sich dort zunächst mit einheimichen Spielern etablierte gelang Ende der 90er unter Trainer Marian Ploscay sogar der Aufstieg in die Landesklasse, in der man sich zwei Spielzeiten hielt.               

Der Umbau des Sportlerheims und Sportplatzneubau

Dies gab nochmals einen großen Zuwachs an der Mitgliederzahl unseres Vereines. Demzufolge benötigte man zum einen ein größeres Sportlerheim und zum anderen einen zusätzlichen Platz für das Training und den Spielbetrieb, vor allem für die Nachwuchsmannschaften und der 2.Männermannschaft. Mit dem ansässigen Ingenieurbüro Grosser / Lepien hatte man ein erstklassiges Büro als Partner gefunden. 2000 bekamen wir die ersten Fördermittel und die bis dato größte Baumaßnahme, die unser Verein jemals erlebt hatte, war nun im vollen Gang. Unter der sehr engagierten Leitung von Sportfreund Georg Seifarth und der Unterstützung seines Arbeitgebers Reimund Kronfeld, wurde ab dem Juli 2002 letztendlich das aktuelle Sportlerheim durch unsere Mitglieder fertig gestellt. Sie haben sage und schreibe 2650 Arbeitstunden bis in das Jahr 2004 geleistet. Bis auf eine Zwischenwand vom Schiriraum zum Haustechnikraum, ist alles andere komplett nach neuesten Stand errichtet. Wir haben jetzt 4 Umkleidekabinen mit Dusche und WC. Einen Vereinsraum mit Küche für Treffen jeglicher Art wie, Versammlungen, Feiern und kulinarische Versorgung während des Spielbetriebes, dazu eine WC-Anlage und selbstverständlich den nötigen Haustechnikraum dazu. Der Vorplatz wurde gepflastert und mit 3 Waldschenken und einem Lagerfeuerplatz ausgestattet. Dieser bietet ebenso beste Möglichkeiten zum Verweilen und Feiern. 

Während der Baumaßnahmen kam es jedoch zum sportlichen Abstieg unserer Ersten Mannschaft bis in die Kreisliga und einem damit verbundenen Spielerschwund, sodass sich auch unsere Zweite Mannschaft nicht mehr in der Kreisliga halten konnte und den Gang in die 2.Kreisklasse antreten musste.

Die Gegenwart 

Im Verein setzte man fortan unter Alf Herrmann als Männertrainer auf einen Kurswechsel. Nach kurzfristiger Übergangszeit vollzog dieser einen radikalen Neuanfang mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Im Jahr 2008 beendete dann die erste Männermannschaft etwas überraschend die langjährige Durststrecke im Männerbereich und schaffte das Double mit Kreismeistertitel und Pokalsieg und präsentierte den Verein und den Ort bis 2011 wieder höherklassig auf Bezirksebene. Seit der Saison 2011/12 spielt man nun wieder aufgrund des sportlichen Abstiegs in der Kreisliga.                                         

Im Männerbereich gibt es 3 Mannschaften.  Eine I. Mannschaft -> spielt zur Zeit in der Kreisliga 
Eine II. Mannschaft -> spielt zur Zeit in der 2. Kreisklasse 
Eine "Alte Herren" Mannschaft -> spielt ausschließlich nur im Freizeitbereich 

Im Jahr 2009 gründeten engagierte Frauen aus dem Dorf zudem eine Damenmannschaft, welche aus aktuell 13 Mitgliedern von Schülerinnen bis hin zu erwachsenen Frauen besteht. Unter der Leitung von Peter Kluge sind unsere "Wilden Weiber" allerdings hauptsächlich im Freizeitbetrieb tätig.

Aktuell sind beim FSV "Drei Gleichen" Mühlberg drei Nachwuchsmannschaften gemeldet. Aus Mangel an Gleichaltrigen reicht es leider nicht in allen Alterstufen für eine komplette Mannschaft. Um den Kindern und Jugendlichen dennoch die Möglichkeit des Fussballspielens zu geben, haben wir mit unserem Nachbarort Wechmar eine Spielgemeinschaft, in derer sie mit integriert sind. In der Altersklasse der D-Jugend ist zudem die SG Wandersleben/Seebergen Partner im Jugendfussball. 

Neben den Spielbetrieb hinaus werden jährliche Veranstaltungen durch uns geplant und ausgeführt. So zum Beispiel das 1. Mai-Traditionsturnier. Seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Gemeindelebens. Ebenso zu erwähnen ist der "Drei Gleichen Lauf" mit Start und Ziel auf unserem Gelände, der ebenfalls jährlich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Realschule Burgenland durchgeführt wird. 

Im vergangenem Jahr führten wir zum ersten Mal ein Familiensportfest mit dem hiesigen Kindergarten und den Bewohnern der neu gegründeten Drei Gleichen Gemeinde durch. Die Veranstaltung ist für alle sportinteressierten Familien und Jugendlichen im Gemeindeverband gedacht. Damit sind die Ortschaften Wandersleben, Seebergen, Grabsleben, Cobstädt und natürlich Mühlberg auf unserer Sportanlage zu Gast und in den verschiedensten Sportarten aktiv tätig. Geplant sind auch Spiele für körperlich beeinträchtigte Kinder und Jugendliche. Hierzu laufen erste Kontaktaufnahmen zu den Institutionen in unserer Region.
                                         

von Bernhard Rietzke, Vereinsvorsitzender


                                         

                                         

                                        

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